| Die Hepatitis A
ist eine weltweit verbreitete Virusinfektion der Leber, die in der
Regel durch Kontakt mit infizierten Personen übertragen wird,
die den Erreger über den Darm ausscheiden. Aber auch Nahrung
und infiziertes Wasser können Infektionsquelle sein. Vor allem
beim Verzehr von Muscheln sei Vorsicht geboten, warnt das Bundesgesundheitsblatt.
Bei Hepatitis-A-Infektionen über
Lebensmittel lassen sich drei verschiedene Übertragungsmuster
feststellen:
|
durch nicht oder ungenügend gekochte Muscheln
aus fäkal verunreinigten Gewässern, |
|
|
|
durch tiefgefrorenes Obst oder Gemüse, das
bei der Ernte oder Verpackung kontaminiert wurde, |
|
|
|
durch Speisen, die von Infizierten zubereitet
wurden. |
Muscheln etwa können Hepatitis A
und andere Viren aus dem Wasser aufnehmen und sehr gut konzentrieren.
Daher ist es möglich, dass sich auch bei nur mäßiger
Verunreinigung des Umgebungswassers verhältnismäßig
viele Viren in der Muschel ansammeln.
 Um
eine Kontamination von Muscheln oder Meerestieren mit Hepatitis A
oder anderen Viren zu verhindern, müsste die Einleitung von
ungeklärten Abwässern ins Meer oder in andere Gewässer
unterbunden werden. Dies ist jedoch gerade in Entwicklungsländern
ein utopisches Vorhaben. Eine andere Möglichkeit ist, den Verzehr
von Muscheln einzuschränken. Denjenigen, die nicht auf rohe
oder nur kurz erhitzte Muscheln verzichten möchten, bleibt
immer noch die Hepatitis-A-Impfung.
Eine Infektion mit dem Hepatitis-A-Virus
verläuft besonders bei Kindern häufig unbemerkt oder sehr
leicht. Erkrankte Erwachsene leiden jedoch im akuten Stadium an
unangenehmen Beschwerden wie andauernden Kreislaufproblemen, Schwäche,
Übelkeit, Durchfall oder auch psychischen Reaktionen. Die Krankheit
ist zu Beginn immer ansteckend und führt in vielen Fällen
zu monatelanger Arbeitsunfähigkeit.
|