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Unterzuckerung (Seite 1 von 2)
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Unterzucker (Hypoglykämie) bei Diabetikern

Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Insulin reguliert den Zuckergehalt im Blut. Steigt der Insulingehalt im Blut zu hoch, sinkt der Blutzuckerspiegel unter den Normalbereich. Einen Zuckergehalt unter 45 mg/dl (unter 2,5 mmol/l) bezeichnet man als Unterzucker.

Die Überdosierung von Insulin oder bestimmten Diabetesmedikamenten (Antidiabetika) führt bei Diabetes-Patienten zu Unterzucker. Als Reaktion auf den Unterzucker setzt der Körper bestimmte Hormone (Adrenalin) frei, die zu Heißhunger, Zittern, Unruhe und Schwitzen führen. Da das Gehirn im Gegensatz zu anderen Organen Energie nur aus der Zuckerverbrennung gewinnen kann, zeigen sich beim Unterzucker schnell Bewusstseinsstörungen. Patienten mit schlecht eingestelltem Diabetes können Anzeichen der Unterzuckerung auch bei Zuckerwerten über 45 mg/dl (2,5 mmol/l) entwickeln, da sie an sehr hohe Zuckerwerte gewöhnt sind.

Ist eine bestimmte Konzentration des Zuckers im Blut überschritten, gelangt der Zucker in den Harn und wird ausgeschieden. Durch die erhöhte Zuckerausscheidung wird dem Körper zusätzlich Wasser entzogen. Eine zweite Aufgabe des Insulins ist die Hemmung der Zuckerbildung in der Leber und in den Muskeln. Durch Insulinmangel wird vermehrt Zucker in diesen Organen gebildet, und der Blutzuckerspiegel steigt weiter an.


Wie kommt es zur Unterzuckerung?
Ein Unterzucker kann folgende Ursachen haben:

  zu wenig Nahrung bei gleicher Insulin- oder Medikamentendosis,
  zu viel körperliche Bewegung bei gleicher Insulin- oder Medikamentendosis,
  Alkohol,
  eine zu hohe Dosis von Insulin oder Tabletten.

 
Welche Symptome treten bei Unterzucker auf?
Unterzucker kann sich durch folgende Symptome äußern:

  Heißhunger, Schwitzen, Schwächegefühl, Unruhe, Müdigkeit, Blässe, Zittern, Sehstörungen, Herzklopfen,
  Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen, Bewusstseinsstörungen, Krämpfe, Bewusstlosigkeit, Atem- und Kreislaufstörungen.

Bei einigen Diabetikern ist Unterzucker auch ohne Frühsymptome zu beobachten. Dies gilt besonders bei Diabetikern mit einer Nervenentzündung (Polyneuropathie). Bei diesen Patienten kann es plötzlich zu Krämpfen und Bewusstlosigkeit kommen, ohne dass zuvor andere Symptome als Vorwarnung aufgetreten sind. Um sicherzugehen, wird bei diesen Patienten im Alltag ein etwas höherer Blutzuckergehalt angestrebt als normalerweise empfohlen. Eine häufige Messung des Blutzuckergehalts ist dann besonders wichtig.

Unterzucker lässt sich unterteilen in

  leichten Unterzucker, bei dem der Patient selbst Anzeichen für einen niedrigen Blutzucker bemerkt und entsprechend reagiert, und
  schwerwiegenden Unterzucker (hypoglykämischer Schock) mit Ausfallerscheinungen des Gehirns, bei dem der Patient sofort ärztliche Hilfe benötigt.

 

 
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