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| Nierenerkrankung
(Nephropathie) bei Diabetes mellitus |
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Die diabetische Nierenerkrankung entsteht
nach jahrelanger (schlecht eingestellter) Zuckerkrankheit.
Eine zusätzliche Rolle bei der Entwicklung der Erkrankung
spielt auch ein bei Diabetikern oft erhöhter Blutdruck.
Die frühzeitige Therapie des Bluthochdrucks
und des Diabetes
mellitus setzt das Risiko der Nierenerkrankung herab.
Bei fortgeschrittener Nierenerkrankung kann eine Blutwäsche
(Dialyse) notwendig werden. In Europa sind ca. 35 Prozent
aller Dialysepatienten Diabetiker.
Ist eine bestimmte Konzentration des
Zuckers im Blut überschritten, gelangt der Zucker in
den Harn und wird ausgeschieden. Durch die erhöhte Zuckerausscheidung
wird dem Körper zusätzlich Wasser entzogen. Eine
zweite Aufgabe des Insulins ist die Hemmung der Zuckerbildung
in der Leber und in den Muskeln. Durch Insulinmangel wird
vermehrt Zucker in diesen Organen gebildet, und der Blutzuckerspiegel
steigt weiter an.
Wie
entsteht die diabetische Nierenerkrankung?
Der erhöhte Blutzuckerspiegel führt zum einen zu
einer Arteriosklerose der großen Nierengefäße,
zum anderen werden die kleinen Gefäße in der Niere
verändert (Glomerulosklerose Kimmelstiel-Wilson). Durch
die Schädigung werden die kleinen Nierengefäße
porös. Das führt zu einer vermehrten Ausscheidung
von Eiweißen (Proteinen) im Urin. Aus diesem Grund misst
der Arzt bei Diabetikern regelmäßig den Eiweißgehalt
im Urin. Diabetische Nierenerkrankungen treten oftmals zusammen
mit einem erhöhten Blutdruck auf. Die Arteriosklerose
der großen Nierengefäße führt zu einer
weiteren Erhöhung des Blutdrucks.
Welche
Symptome treten auf?
Der Beginn der Erkrankung verläuft ohne Beschwerden.
Symptome einer verminderten Nierenfunktion treten erst nach
einigen Jahren auf. Dazu gehören:
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Müdigkeit, |
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Appetitlosigkeit, |
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Übelkeit und Erbrechen, |
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Hautjuckreiz, |
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Kopfschmerzen, |
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bronzefarbene Haut, |
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Blutarmut (Anämie), |
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Wassersucht (Ödeme), besonders in
den Beinen. |
Wie
wird eine diabetische Nierenkrankheit behandelt?
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Optimierung der Blutzuckerwerte, |
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bei beginnender Nierenerkrankung Einsatz
spezieller blutdrucksenkender Medikamente (z. B.
ACE-Hemmer), |
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Richtige Ernährung, |
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Blutwäsche (Dialyse), |
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Nierentransplantation. |
Was
können Sie selbst tun?
Sorgen Sie für eine optimale Blutzuckereinstellung. Lassen
sie bei Ihrem Arzt regelmäßig Eiweiß (Protein /
Albumin) im Urin messen und Ihren Blutdruck prüfen.
Ernährung
Patienten mit beginnender Nierenerkrankung sollten sich eiweißarm
ernähren. Bei bestehender diabetischer Nierenerkrankung
hilft eine spezielle Diät mit hochwertigen Eiweißen.
Für nähere Informationen fragen Sie bitte Ihren
Arzt oder Ihren Diätassistenten.
Prognose
Bei einer rechtzeitig entdeckten Nierenerkrankung kann die
weitere Entwicklung der Krankheit wesentlich eingeschränkt
werden. Bei einigen Patienten verschlechtert sich die Nierenfunktion
zunehmend, sodass letztlich nur die Blutwäsche (Dialyse)
oder eventuell eine Nierentransplantation helfen.
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