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Hustenmittel wirken sehr unterschiedlich:
Die einen unterdrücken den Husten, die anderen fördern
ihn. Die Art des Hustens entscheidet, welche Art der Behandlung
die richtige ist.
Was
ist Husten?
Der Hustenreflex ist ein wichtiger Schutzmechanismus. Mit
seiner Hilfe versucht der Körper, die Atemwege von eingedrungenen
Fremdkörpern wie Staub oder z. B. auch Brotkrümeln
sowie von festsitzendem Schleim zu befreien. Wenn der Husten
über mehrere Wochen anhält, spricht man von chronischem
Husten.
Generell werden zwei Arten von Husten
unterschieden: der trockene ("unproduktive") Reizhusten
und der verschleimte ("produktive") Husten.
Wie
entsteht Husten?
 Husten
ist eine häufige Begleiterscheinung von Erkältungskrankheiten.
Die Viren, die auf der Nasenschleimhaut nisten, machen dort
nämlich nicht halt; sie wandern über die Schleimhaut
des Rachens bis in die Bronchien. Sind die Schleimhäute
erst einmal infiziert, so entzünden sie sich, schwellen
an und färben sich rot. In diesem Zustand reagieren sie
natürlich besonders empfindlich, und schon der kleinste
Reiz kann einen Hustenanfall auslösen. Zigarettenrauch,
scharfe Gewürze, Chemikaliendämpfe, stark ozonhaltige
oder auch kalte Luft können reichen.
Während im Rahmen einer Erkältung
oder Grippe meist der produktive Husten auftritt, ist der
trockene Reizhusten eine Reaktion auf ganz verschiedene schädliche
Reize wie z. B. Rauch, Staub oder Gase. Ein typisches
Beispiel hierfür ist der Raucherhusten. Auch allergisches
Asthma sowie schwerere Erkrankungen der Atemwege (z. B. Tuberkulose)
kommen als Auslöser in Betracht.
Welche
Beschwerden treten auf?
Der trockene Reizhusten
ist hart und oft schmerzhaft; sein Hauptmerkmal: kein Auswurf,
das heißt, aus den Atemwegen wird kein Schleim hervorgehustet.
Er schaukelt sich häufig zu regelrechten Hustenanfällen
hoch, die dem Betroffenen insbesondere nachts zu schaffen
machen. Aus einem Reizhusten, der lange anhält, kann
eine chronische Bronchitis entstehen.
Im Unterschied zum unproduktiven, trockenen
Husten schaukelt sich der produktive Husten
nicht selbst hoch; er verläuft also nicht anfallartig. Das
Hauptmerkmal ist der hinausbeförderte Schleim (Auswurf). Der
verschleimte Husten tritt oft im Rahmen einer akuten Bronchitis
bei einer Erkältung
oder Grippe
auf, meist als Folge einer Infektion mit Viren oder Bakterien. Hinzu
kommen oft Beschwerden wie Schnupfen,
Fieber
oder Heiserkeit.
Die Erkrankung beginnt meist mit Halsschmerzen; nach einem Tag wird
daraus ein schmerzhafter, trockener Husten. Nach zwei bis drei Tagen
kommt es dann zu einer starken Schleimproduktion. Der vermehrte
Schleim zwingt zum Husten und Räuspern - eine natürliche
Reaktion des Körpers, die verhindert, dass das Sekret sich
in den Atemwegen staut. Wenn die Erkrankung nicht richtig ausgeheilt
wird oder es zu ständigen Neuinfektionen kommt, kann der Husten
chronisch werden (chronische Bronchitis).
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