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Schnupfen (Seite 1 von 3)
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Wenn die Nase überfordert ist

Die menschliche Nase ist zu weit mehr als nur zum Riechen da. Sie ist nämlich nicht nur für den Transport von Duftmolekülen zu den Riechzellen verantwortlich, sondern reinigt außerdem die eingeatmete Luft von schädlichen Mikroorganismen und Schwebstoffen, reguliert die Temperatur der Atemluft und sorgt dafür, dass sie ausreichend mit Feuchtigkeit angereichert wird.

Um diese Aufgaben erledigen zu können, muß die Nase gesund und voll funktionstüchtig sein. Entscheidend ist dabei, dass die Schleimhaut in der Nasenhöhle und den Nebenhöhlen intakt ist.

 
Was ist ein Schnupfen?
SchnupfenIst die Funktion der Nase gestört, äußert sich das in dem wohl allen bekannten Schnupfen. Ein Schnupfen beginnt meist mit einem Kitzeln oder Brennen in der Nase; hinzu kommen oft Niesreiz, Frösteln und Kopfdruck. In der nächsten Phase wird vermehrt wässriges, klares Sekret ausgeschieden, das später zunehmend gelblicher und dickflüssiger wird. Die Nasenschleimhäute röten sich und schwellen an, wodurch die Nase verstopft ist. Als unangenehm wird auch meist die Beeinträchtigung des Geruchs- und des Geschmackssinns empfunden. Schnupfen kann allein auftreten oder zusammen mit anderen Beschwerden bei einer Erkältung oder Grippe.


Wie entsteht ein Schnupfen?
Es sind über 200 verschiedene Schnupfenviren bekannt, die sich im Luftstrom der Atemluft oder in feinsten Tröpfchen befinden, die beim Husten oder Niesen aus Nase und Mund einer erkrankten Person ausgestoßen werden. Aus diesem Grund wird die Art der Infektionsübertragung auch Tropfcheninfektion genannt. Auch eine Übertragung durch Hautkontakt ist möglich.

Besonders leicht siedeln sich die Viren auf einer vorgeschädigten Nasenschleimhaut an, wie das z. B. bei trockener Raumluft oder bei Unterkühlung der Fall sein kann. In der Regel klingt der Schnupfen nach einigen Tagen von allein wieder ab. Es ist jedoch auch möglich, dass sich die Viren von der Nasenschleimhaut auf Rachen, Hals, Bronchien, Stirn- und Nebenhöhlen und über den Nasen-Ohren-Kanal in den Gehörgang ausbreiten. Außerdem können sich auf der durch Viren geschwächten Schleimhaut, begünstigt durch den schlechteren Sekretabfluss, leicht Bakterien ansiedeln. Oft wird aus einem Schnupfen eine Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis) mit Druckgefühl oder Schmerzen in den Kieferhöhlen. Gefährlich ist die Ausbreitung in den Bereich der Stirnhöhlen. Besonders bei Kindern kommt es auch oft zu einer Mittelohrentzündung.

Eine Virusinfektion ist jedoch nicht die einzige mögliche Ursache für eine verstopfte oder laufende Nase. Die häufigsten Ursachen sind:

  Erkältung (grippaler Infekt),
  Heuschnupfen,
  Umgang mit Stoffen, die die Augen reizen können (z. B. Staub oder Chemikalien),
  Nasenpolypen (gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut),
  so genannter trockener Arzneimittelschnupfen, der durch eine dauerhafte, regelmäßige Anwendung von Nasentropfen und -sprays hervorgerufen wird,
  chronischer trockener Schnupfen, wie er häufig bei Rauchern und bei Personen auftritt, die beruflich Staub und Rauch ausgesetzt sind,
  durch Gefäßerweiterung bedingter Schnupfen im Alter (der so genannte vasomotorische Schnupfen).

 

 
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