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Für den Körper ist Cholesterin
lebensnotwendig. In zu hoher Konzentration im Blut spielt
es aber eine wichtige Rolle bei der Entwicklung der Arteriosklerose
und damit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Es gibt keine eindeutige
Grenze, ab wann ein erhöhter Cholesterinspiegel vorliegt.
Zu sehen ist dies an der Tatsache, dass bei bestimmten Naturvölkern
Cholesterinspiegel um 120 mg/dl als normal gelten. Bei
uns würden solche Werte schon fast als pathologisch niedrig
angesehen.
Da jedes Medikament Nebenwirkungen aufweist
und diätetisch eine Behandlung überhöhter Cholesterinspiegel
möglich ist, ist es sinnvoll, einen hohen Cholesterinspiegel
soweit wie möglich diätetisch zu behandeln. Für
überhöhte Cholesterinspiegel ist die Zufuhr an Cholesterin
nur ein Faktor unter mehreren, da Cholesterin in großer
Menge selbst im Körper gebildet wird. Mehr von Bedeutung
ist eine zu hohe Energie- und Fettzufuhr
und eine zu geringe Ballaststoffzufuhr.
Um den Cholesterinspiegel zu senken,
sollte die Cholesterinzufuhr nicht über 300 mg pro
Tag liegen, Übergewicht durch eine Reduktionskost verringert
werden und die Fettzufuhr unter 30% liegen. Durch den Austausch
gesättigter Fettsäuren mit ungesättigten Fettsäuren
kann ebenfalls eine Reduzierung des Cholesterinspiegels erreicht
werden, wobei einfach ungesättigte Fettsäuren, wie
sie z. B. in Olivenöl enthalten sind, genauso effektiv
sind. Günstig wirkt auch eine hohe Zufuhr an Ballaststoffen,
wobei Ballaststoffe aus Hülsenfrüchten und Hafer
die beste Wirkung gezeigt haben. Bei diesen Ballaststoffen
ist allerdings auch am ehesten mit Blähungen als Nebenwirkung
zu rechnen.
Das
"gute" und das "böse" Cholesterin
- HDL und LDL
Blut besteht zum größten Teil aus Wasser -
Cholesterin dagegen ist fettlöslich, würde also
auf dem Wasser schwimmen. Um trotzdem mit dem Blut überall
in den Körper zu gelangen, braucht das Cholesterin Trägersubstanzen
wie HDL und LDL, die das Cholesterin im Blut transportieren.
Das LDL ist dabei für den Transport
von Cholesterin bis zu den einzelnen Organen und Geweben zuständig.
Dort wird das Cholesterin verarbeitet. Das nicht benötigte
Cholesterin wird vom HDL abtransportiert oder setzt sich als
überflüssiges Fett an den Gefäßwänden
ab, wie Fett an Topfwänden.
LDL - das
"böse" Cholesterin
Das LDL (low density lipoproteine) bringt das Cholesterin
über das Blut zu den Organen. Auf dem Weg dorthin neigt
es in höheren Konzentrationen dazu, sich an den Wänden
der Blutgefäße abzusetzen.
Diese Ablagerungen führen zur zunehmenden
Verstopfung der Gefäße, der so genannten Arteriosklerose.
Diese kann später zu einer Angina pectoris (Brustenge)
sowie zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen.
Deshalb sollte der Blutwert für LDL-Cholesterin möglichst
niedrig sein.
HDL - das
"gute" Cholesterin
HDL (high density lipoproteine) hingegen hat erfreulicherweise
genau die umgekehrte Wirkung: Es transportiert Cholesterin
in die Leber, wo es dann verarbeitet und abgebaut wird.
HDL wirkt so der Arteriosklerose entgegen
und wird darum als "gutes Cholesterin" bezeichnet.
Je höher hier der Blutwert ist, umso besser.
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