|
Mineralstoffe werden bei Aufbauprozessen
und im Stoffwechsel des Menschen in geringen Mengen gebraucht
und führen bei Mangel zu verschiedenen Störungen.
Kritisch ist die Zufuhr häufig bei Kalzium, Eisen, Jod
und möglicherweise Chrom. Eine Erhöhung der Mineralstoffzufuhr
kann im Allgemeinen durch eine ausgewogene Mischkost erreicht
werden, die einen hohen Anteil an Gemüse und Vollkorngetreideprodukten
besitzt. Außerdem kann über hartes Trinkwasser
eine zusätzliche Zufuhr, besonders an Kalzium und Magnesium,
erreicht werden.
Verluste an Mineralstoffen treten vor
allem dann auf, wenn, wie bei den Getreiden, die mineralstoffreichen
Randschichten entfernt werden oder durch Verwerfen des Kochwassers
ein Auslaugen der Mineralstoffe stattfindet.
Für die Mineralstoffversorgung ist
häufig der absolute Gehalt an Mineralstoffen nicht allein
entscheidend, da die Menge, die aufgenommen werden kann, stark
davon abhängig ist, in welcher Form der Mineralstoff
im Lebensmittel vorliegt und wie die Mahlzeiten zusammengesetzt
sind. Bestes Beispiel dafür ist Eisen, welches aus pflanzlichen
Quellen (z. B. Vollkorngetreideprodukten) schlechter
als aus tierischen Quellen resorbiert werden kann. Durch Mitverzehr
eines Vitamin-C-reichen Lebensmittels kann allerdings die
Aufnahme verbessert werden.
Die
wichstigsten Mineralstoffe und Ihre Aufgaben
Nachstehend finden Sie eine alphabetisch sortierte Übersicht
über die wichtigsten Mineralstoffe, ihre Aufgaben und
die Lebensmittel, die als Hauptlieferanten dieser Mineralstoffe
dienen.
Eisen
Hilft, rote Blutkörperchen zu bilden, die den Körper
mit Sauerstoff versorgen. Zu viel Eisen schädigt Organe
wie Leber und Herz.
Hauptlieferanten:
Fleisch, Innereien, Wirsingkohl, Bohnen, Erbsen.
Jod
Verantwortlich für die Bildung der Schilddrüsenhormone.
Hauptlieferanten:
Seefisch, Milch, Milchprodukte.
Kalzium
Ist beteiligt am Aufbau von Knochen und Zähnen. Wichtig
für die Blutgerinnung und die Muskelarbeit. Hilft, Nervensignale
zu übermitteln.
Hauptlieferanten:
Milch, Joghurt, Käse.
Magnesium
Baustoff für Knochen und Zähne. Steuert Muskel-
und Nervenfunktionen. Ist am Aufbau von Enzymen beteiligt,
die den Energiestoffwechsel regeln. In Deutschland sind wir
mit Magnesium unterversorgt. Das liegt daran, dass die Böden
magnesiumarm und die angebotenen Lebensmittel meist hochverarbeitet
sind.
Hauptlieferanten:
Vollkornprodukte, Kartoffeln, Milch, Milchprodukte, Fleisch,
Geflügel.
Selen
Zerstört zusammen mit Vitamin E
freie Radikale. Schützt gegen Krebs und Herzinfarkt.
Multivitamin-Präparate, die Selen enthalten, sollten
nicht im Mega-Dosis-Bereich eingenommen werden, da eine sehr
hohe Konzentration schädlich sein kann.
Hauptlieferanten:
Fleisch, Getreide, Hülsenfrüchte.
Zink
Stimuliert das Immunsystem. Ist an der Synthese von Keratin
beteiligt, das wir für Haut, Haare und Nägel brauchen.
Hauptlieferanten:
Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Schalentiere.
|