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 Vor
Antritt einer Reise muss man an etliche Dinge denken, vieles
muss eingekauft oder erledigt werden. Um Ihnen wenigstens
eine Sorge abzunehmen, möchten wir Ihnen für die
Zusammenstellung Ihrer Reiseapotheke einige wertvolle Hinweise
geben.
Selbstverständlich
sollten Sie unbedingt einen ausreichenden Vorrat Ihrer persönlich
benötigten Arzneimittel mitnehmen, falls Sie an ständig
behandlungsbedürftigen Erkrankungen leiden. Denken Sie
auch an chronische Erkrankungen, Allergien oder sonstige Einschränkungen,
die berücksichtigt werden sollten. Lassen Sie sich unbedingt
von Ihrem Arzt beraten, wenn eine Fernreise in Ost- oder Westrichtung
eine Zeitumstellung bedingt (Vorsicht: Auch für die "Pille"
muss eventuell ein neuer Einnahme-Rhythmus gefunden werden!).
Denken Sie auch an Einmalspritzen und
-kanülen und an ein Infusionsbesteck. Im Fall eines notwendigen
Arztbesuches garantieren diese Ihnen, dass Sie mit sterilen
Instrumenten behandelt werden.
Bewahren Sie Ihre Reiseapotheke am besten
in einer gut schließenden Blechdose auf. So sind die
Medikamente zuverlässig vor Bruch, Feuchtigkeit und Insekten
geschützt.
 Unterschätzen
Sie nicht die Gefahr einer Infektion, selbst bei kleinen Wunden.
Am sichersten gehen Sie, wenn Sie stets ein kleines Fläschchen
zur Wunddesinfektion bei sich tragen, zusammen mit Pflastern
und einem sterilen Wundverbandpäckchen. Hat sich dennoch
eine Infektion eingeschlichen - erkennbar an Schwellung,
starker Rötung und Eiterbildung - sollten Sie einen
Arzt zu Rate ziehen. Für den Notfall kann Ihnen Ihr Hausarzt
eventuell notwendige antibiotische Arzneimittel oder ein Mittel
zur enzymatischen Wundreinigung vorsorglich verschreiben.
Im
Allgemeinen reagiert fast jeder Mitteleuropäer auf die
völlig anderen Lebensgewohnheiten in den heißen
Ländern mit Durchfällen. Nach 2 bis 3 Wochen
hat man sich normalerweise an die neuen Darmbewohner gewöhnt.
Dennoch sollten Sie diese Erkrankungen nicht auf die leichte
Schulter nehmen; in vielen tropischen Ländern besteht
eine erhöhte Gefahr der Infektion mit Amöben, Bakterien
und Viren. Zunächst sollten Sie daher Durchfällen
mit verstärkter Vorsicht beim Essen und Trinken begegnen.
Achten Sie unbedingt auf hohe Flüssigkeitszufuhr in Form
von Tee oder Mineralstoffdrinks. Spricht die Darmerkrankung
nach 2 bis 3 Tagen nicht auf diese Therapie an und
sind die Stühle schleimig oder blutig, sollten Sie zum
Arzt gehen.
Vor
den sehr zahlreichen Insekten der heißen Regionen sollten
Sie sich am besten vorbeugend schützen. Es befinden
sich viele so genannte Repellents im Handel, die durch eine
Art Duftmantel die kleinen Plagegeister von der menschlichen
Haut fernhalten. Da diese Mittel meist auf der Basis ätherischer
Öle aufgebaut sind, verflüchtigen sie sich leicht
und müssen deshalb häufiger aufgetragen werden.
Tragen Sie nach Möglichkeit feste Schuhe und lange Hosen;
das schützt Sie vor allen möglichen Schädlingen,
die im Sand oder Gebüsch lauern - auch vor Spinnen und
Skorpionen, die sehr schmerzhafte, aber nur selten gefährliche
Bisse verursachen. Bei starken Schmerzen kann hier Baden in
möglichst heißem Wasser Erleichterung bringen.
Vermeiden
Sie es, in Seen oder stehendem Wasser zu baden. In
diesen Gewässern, vor allem in Afrika und Südamerika,
ist der Erreger der Bilharziose, der die gesunde Haut durchdringt,
sehr weit verbreitet. Wenn Sie trotzdem auf ein kühlendes
Bad - möglichst nur in fließendem Wasser -
nicht verzichten wollen, sollten Sie kleinere Wunden vor Infektionen
schützen, indem Sie diese mit einem wasserundurchlässigen
Schutzfilm besprühen.
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