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Epistaxis
Nasenbluten (Epistaxis)

Nasenbluten entsteht durch ein geplatztes Blutgefäß in der Nasenschleimhaut, meist im vorderen Teil des Nasenseptums (Locus Kiesselbach). Dort befindet sich unmittelbar unter der Schleimhaut ein Gefäßgeflecht. Diese Stelle ist starken Beanspruchungen ausgesetzt. Durch heftiges Schneuzen oder einen bohrenden Finger können die Gefäße verletzt werden.

Nasenbluten ist meist harmlos. Nur selten führt es zu starkem Blutverlust (z. B. bei mangelnder Blutgerinnung).

 
Welche Ursachen hat Nasenbluten?
Als Ursache für Nasenbluten kommt Folgendes in Frage:

  Nasenbohren,
  heftiges Schnäuzen,
  Schlag auf die Nase,
  Infekte wie Grippe und Erkältung (vermehrte Durchblutung der Nasenschleimhaut),
  trockene Nasenschleimhaut, bedingt durch trockenes Raumklima,
  Bluthochdruck (Hypertonie),
  Medikamente: blutverdünnende Arzneimittel (z. B. Marcumar), aber auch Schmerzmittel (z. B. Aspirin),
  schleimhautreizende Chemikalien (z. B. Chlor).
  Bei manchen Menschen tritt Nasenbluten ohne besonderen Grund auf (habituelles Nasenbluten).

Seltene Ursachen für Nasenbluten:

  Schleimhautverletzung durch Fremdkörper,
  Schädelbasisbruch (Nasenbluten nach Sturz oder Schlag auf den Kopf, ohne dass die Nase verletzt wurde),
  Blutkrankheiten wie die Bluterkrankheit (Hämophilie) oder Leukämie (Blutkrebs),
  Tumoren in der Nasenhöhle oder den Nasennebenhöhlen,
  Morbus Osler (vererbbare Krankheit, Blutungen aus Blutgefäßknötchen).

 
Wie vermeide ich Nasenbluten?
Vorbeugend sollten Sie Folgendes beachten:

  Vermeiden Sie Verletzungen der Nasenschleimhaut (z. B. durch Nasenbohren).
  Lassen Sie Grundleiden (z. B. Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen) ärztlich behandeln.
  Verwenden Sie Luftbefeuchter bei zu trockenem Raumklima und pflegen Sie eine zu trockene Schleimhaut (z. B. mit Nasensalbe).
  Vermeiden Sie allzu heftiges Nasenputzen.

 
Was kann man selbst bei Nasenbluten tun?
Das können Sie bei Nasenbluten tun:

  Beugen Sie den Kopf bei aufgerichtetem Oberkörper nach vorn.
  Pressen Sie mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel fünf bis zehn Minuten zusammen.
  Zusätzlich können Sie einen kalten Umschlag oder Eis auf Nase oder Nacken legen. Durch die Kälte verengen sich die kleinen Gefäße, und die Blutung wird gestoppt.
  Vermeiden Sie Nasenputzen für mindestens zwölf Stunden, da sich dadurch die Blutkruste, die das beschädigte Gefäß verschließt, lösen könnte.
  Lassen Sie das Blut herauslaufen oder spucken Sie es aus. Größere Mengen von geschlucktem Blut können Brechreiz bewirken. Leiden Sie unter häufigem Nasenbluten, ist es empfehlenswert, einen Arzt aufzusuchen.

 
Wie behandelt der Arzt starkes Nasenbluten?
Folgende Behandlungsmethoden stehen dem Arzt zur Verfügung:

  Nasentamponade, die auf das beschädigte Gefäß drückt,
  Verödung des blutenden Gefäßes mit einer bipolaren Pinzette oder Ätzung mit Silbernitrat.
  Nur selten muss in Narkose eine Gefäßunterbindung durchgeführt werden.
  Wird das Nasenbluten durch eine systemische Krankheit verursacht (Bluthochdruck oder Gerinnungsstörungen), wird die Grundkrankheit behandelt.

 

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