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Nasenpolypen
Nasenpolypen

Nasenpolypen sind gutartige Wucherungen der Nasenschleimhaut. Diese Schleimhaut kleidet die Nebenhöhlen und die innere Nase aus. Sie sind meist glasig-honigfarben und an der Schleimhaut der Nase gestielt. Die Größe variiert von wenigen Millimetern bis zu ausgedehnten Gebilden (Polyposis nasi), welche die Nasenräume völlig verschließen können.

Die Polypen wachsen in den Nasennebenhöhlen und aus den Ausführungsgängen der Nebenhöhlen in die Nasenhaupthöhle. Sie können das körperliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen und sollten daher behandelt werden.

 
Wie entstehen Nasenpolypen?
Folgende Faktoren scheinen bei der Entstehung der Nasenpolypen eine wichtige Rolle zu spielen:

  chronische Entzündungen und
  eine individuelle Veranlagung.

Dabei gibt es viele Ursachen für diese Entzündungen: wiederholte Nasennebenhöhlen-Entzündungen durch Bakterien und Viren zählen dazu, daneben Pilze, Allergien und entzündliche Erkrankungen der Atemwege wie Bronchitis und Asthma.

Nachdem der entzündliche Prozess in der Schleimhaut erst einmal im Gange ist, wird er durch die zusätzliche Verlegung der Nasennebenhöhlen durch die Polypen aufrechterhalten.

 
Welche Symptome treten bei Nasenpolypen auf?
Folgende Beschwerden sind typisch für Nasenpolypen:

  Es kommt zu behinderter Nasenatmung.
  Die Polypen führen zur Verstopfung der Nasennebenhöhlen-Ausführungsgänge und damit zur Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis). Deren Komplikationen sind durchaus ernsthaft und können Entzündungen der Augen, der Knochen und Weichteile bis hin zur Gehirnhautentzündung (Meningitis) umfassen. In einem solchen Fall ist eine sofortige, notfallmäßige Krankenhausbehandlung notwendig.
  Das Riechvermögen ist eingeschränkt, da die Luft nicht mehr zu den Riechzellen in der oberen Nase gelangt.
  Man spricht mit näselnder Stimme.
  Es kommt zu belästigendem Sekretabfluss.
  Eine weitere Folge von Nasenpolypen sind Schnarchen und Schlafstörungen und dadurch bedingt Einschränkungen der täglichen Leistungsfähigkeit.
  Durch die nötige Mundatmung wird die Luft nicht in der Nase gefiltert; es kommt damit auch häufiger zu Infekten der oberen Atemwege. Dadurch können sich entzündliche Atemwegserkrankungen wie eine chronische Bronchitis oder ein Asthma bronchiale deutlich verschlechtern.
  Bei Kindern kann es zu Mittelohrentzündungen (Otitis media) kommen.

 
Wie stellt der Arzt die Diagnose?
Um die Polypen zu begutachten, untersucht der HNO-Arzt mit Hilfe einer speziellen Zange zunächst die Nasenhöhlen von vorn. Mit Hilfe verschiedener Optiken (Endoskope) können durch die Nase die Ausführungsgänge der Nebenhöhlen eingesehen werden. Dabei lässt sich der Ursprung und die Ausdehnung der Polypen beobachten. Um die exakte Ausdehnung der Polypen zu beurteilen und eine operative Therapie zu planen, wird in aller Regel eine Computer-Tomographie der Nasennebenhöhlen angefertigt.

In der Regel treten Nasenpolypen beidseitig auf. Besteht eine streng einseitige Polypenbildung, sollte in örtlicher Betäubung eine Gewebeprobe entnommen werden.

 
Wie behandelt man Nasenpolypen?
Polypen können erhebliche Beeinträchtigungen des körperlichen Wohlgefühls sowie nachteilige gesundheitliche Folgen haben. Zuerst wird daher festgestellt, wie stark der Befall ist. Danach richtet sich die Therapie.

Meist besteht diese in der operativen Ausräumung der Polypen aus der Nase und der Erweiterung der Nasennebenhöhlen-Ausführungsgänge. Danach sollte für längere Zeit eine regelmäßige Nasenpflege durch den Patienten und den betreuenden HNO-Arzt durchgeführt werden. Dazu zählen Inhalationen und Salzwasser-Nasenduschen. Ein wichtiger Bestandteil der Therapie ist die Behandlung mit Kortison-Nasensprays, die über längere Zeit eingesprüht werden müssen. Ist eine Allergie die Ursache von Polypen, muss diese zusätzlich behandelt werden. Die Behandlung einer Allergie sollte nicht versäumt werden.

Bei einem Teil der Patienten bilden sich die Polypen wieder nach.

 

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