| Pfeiffersches Drüsenfieber, auch
infektiöse Mononukleose genannt, ist eine Viruserkrankung,
die durch das Epstein-Barr-Virus (EBV) verursacht wird.
Das Virus infiziert die Schleimhäute von Nase, Mund,
Rachen und eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen
(so genannte B-Lymphozyten).
Pfeiffersches Drüsenfieber dauert
üblicherweise zwei bis drei Wochen und heilt unkompliziert
aus. Selten nimmt die Krankheit einen ernsthaften Verlauf.
Besonders häufig sind junge Menschen
im Alter zwischen vier und 15 Jahren betroffen. Die Mononukleose
ist weit verbreitet. Über 95 Prozent der Erwachsenen
haben sich bis zum 30. Lebensjahr infiziert. Im Rahmen
der Infektion werden Antikörper gegen das Virus gebildet.
Dadurch gewinnt man eine lebenslange Immunität, das heißt,
dass man nur einmal an Mononukleose erkranken kann.
Wie
entsteht das Pfeiffersche Drüsenfieber?
Das Epstein-Barr-Virus wird durch Speichelkontakt übertragen,
etwa in Kindergärten oder beim Küssen ("kissing-disease").
Die Infektion kann auch auf indirektem Wege erfolgen, z. B.
durch Tröpfcheninfektion (Husten,
Niesen). Die Zeit zwischen Ansteckung und Auftreten erster
Krankheitszeichen (Inkubationszeit) beträgt etwa zehn
bis 50 Tage.
Welche
Anzeichen verspürt man bei einem Pfeifferschen Drüsenfieber?
Bei einer infektiösen Mononukleose kommt es zu folgenden
Symptomen:
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Fieber
(bei etwa 93 Prozent der Erkrankten in den ersten
zwei Wochen), |
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Halsentzündung mit geschwollenen Mandeln,
auf denen sich ein dicker weißer Belag bildet (bei
etwa 82 Prozent), |
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bei etwa 95 Prozent der Erkrankten
schwellen die Lymphknoten an Hals, Nacken und seltener
auch in den Achselhöhlen oder am ganzen Körper
schmerzhaft an, |
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Müdigkeit (kann einige Monate anhalten), |
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Muskelschmerzen und Kopfschmerzen. |
Seltener sind:
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Übelkeit und Oberbauchbeschwerden,
die ein Zeichen für eine Milzvergrößerung
sein können (in etwa 50 Prozent der Fälle), |
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Lebervergrößerung bei etwa elf
Prozent und Gelbsucht (Ikterus) bei ca. fünf Prozent
der Erkrankten, |
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Ausschlag, vor allem nach antibiotischer
Behandlung mit Ampicillin. |
Im Erwachsenenalter kann dem eigentlichen
Krankheitsausbruch, der sich mit Fieber ankündigt, eine
Phase von bis zu zwei Wochen mit grippeähnlichen Symptomen
wie Müdigkeit, Halsschmerzen,
Muskelschmerzen und Schwellung der Hals-Lymphknoten vorangehen.
Bei Kleinkindern verläuft die Erkrankung meist ohne Symptome.
Welche
Untersuchungen werden zur Diagnose benötigt?
Der Arzt stellt die Diagnose anhand des Krankheitsbilds und
der typischen Blutbildveränderungen (Nachweis von sogenannten
Pfeiffer-Zellen).
Ein spezieller Antikörper-Test gibt
gegebenenfalls Sicherheit darüber, ob eine infektiöse
Mononukleose vorliegt. Da die Antikörper, insbesondere
bei Erkrankungsbeginn, noch nicht bei allen Erkrankten nachweisbar
sind (nach einer Woche in 40 Prozent und nach drei Wochen
in etwa 90 Prozent der Fälle), müssen unter
Umständen wiederholte Tests durchgeführt werden.
Was
können Sie selbst tun?
Der Arzt stellt die Diagnose anhand des Krankheitsbilds und
der typischen Blutbildveränderungen (Nachweis von sogenannten
Pfeiffer-Zellen).
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Wenn Sie hohes Fieber haben, eine Gelbfärbung
der Haut (Ikterus) bemerken oder Schmerzen im linken Oberbauch
haben, sollten Sie sofort einen Arzt aufsuchen. |
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Vermeiden Sie körperliche Anstrengung,
besonders in den ersten vier Wochen nach Beginn der Krankheit.
Beachten Sie, dass harte körperliche Tätigkeit
oder Sport zu einem Milzriss führen kann, wenn diese
durch die Erkrankung vergrößert ist. Auf Grund
der ausgeprägten Müdigkeit und der Konzentrationsstörungen
vergehen normalerweise mehrere Monate, bevor Sie wieder
voll belastungsfähig sind. |
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Warme Getränke (Tee) lindern Halsschmerzen. |
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Bei Fieber müssen Sie viel trinken
und eventuell fiebersenkende Medikamente (z. B. Acetylsalicylsäure)
einnehmen. |
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Schonen Sie sich, ruhen Sie sich aus, vor
allem, wenn Sie unter Müdigkeit und Fieber leiden. |
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